meine VorgängerInnen auf diesem Grundstück


Mein Frauchen und mein Herrchen wohnen noch nicht so lange hier. Sie sind kurz bevor ich geboren wurde hierher umgezogen.

 

Da hatten sie schon bei Mama Bescheid gesagt, daß sie mich haben wollten.

 

Herrchen war aber hier schon lange Zeit immer zu Besuch und Frauchen noch viel länger.


Juni 1956

 

Das ist Frauchen mit Struppi. Struppi war der Hund von Großtante Mariechen, der dieses Grundstück früher gehörte.

 Mein Frauchen und Struppi spielen "Ball".


Juni 1957

 

Das ist der nächste Hund von Tante Mariechen. Frauchen weiß nicht mehr, wie er hieß.

Er muß aber wohl schmutzig gewesen sein, denn Frauchen hat ihn gewaschen.

Das passiert mir zum Glück nur selten, aber ich hasse es!


1965

 

 

 

 

 

 

Das ist das Haus von Großtante Mariechen. Davor ist die Baugrube für das Haus von Tante Inge und Onkel Kurt. Kurt ist der Sohn von Großtante Mariechen, ich habe ihn nicht kennengelernt.

 

In dem Haus, das Inge und Kurt in die Baugrube haben bauen lassen, wohnen wir jetzt. Das alte Haus steht nicht mehr. Frauchen findet beim Graben in den Beeten aber noch immer diese grünen Dachziegel.


1967

 

Als das Haus fertig war, haben Inge und Kurt Topsi geholt. Hier sieht sie etwas unglücklich aus ...


... aber mit diesem Traum von einem Knochen geht es ihr gleich besser.

 

Ich wünschte, sie hätte mir etwas übrig gelassen.


Über Topsi habe ich diese Geschichte gehört:

 

Topsi ist im Urlaub in Kärnten bei einem Spaziergang hinter einem Huhn hergerannt. Das Huhn ist in die Scheune geflüchtet, Topsi hinterher. Hinter der Scheune war eine Jauchegrube, das Huhn ist darüber geflogen ...

Den Rest könnt Ihr Euch denken: endlose Wäschen in der Badewanne und immer wieder Chanel No. 5, um den Geruch zu überdecken; denn Topsi wohnte im ersten Hotel am Platz.

 

Egal, wir wollen die alten Geschichten nicht aufwärmen! Das kann schließlich jedem mal passieren. 

 

Mein Frauchen hatte jedenfalls wieder einen Hund zum Kraulen.


August 1982

 

Als Topsi im gesegneten Alter von 15 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen war, hat Inge es nicht lange ohne Hund ausgehalten; so haben Inge und Frauchen Katinka geholt, die eigentlich Asti hieß.

 

Wie ihr seht, krault Frauchen schon wieder. Das macht sie bei mir auch immer, sobald ich in ihre Nähe komme.

 

Katinka hat auf dem Bild zwar nur einen kleinen Knochen, aber es ging ihr hier blendend. Leider ist Inge nach einigen Jahren gestorben und sie ist mit Kurt allein geblieben. Katinka und Kurt haben sich abends beim Fernsehen immer das Käsekonfekt geteilt, den Rotwein hat Kurt allein getrunken. Auch Katinka ist 15 Jahre alt geworden.


 

 

 

So, und jetzt bin ich hier:

 

Amy-J. of the Desertcorner, genannt Jule.

 

 

 

P.S.  Käsekonfekt hätte ich auch gern!

Wenn ich es genau überdenke, muss ich hier noch viel verändern.